MultiSwitch

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Robbe FC-16 mit 2x MultiSwitch, der linke Switch übergibt die Daten, der rechte Switch löst die entsprechende Funktion im Modell aus.

Auf der oberen Platine sind acht EIN-/AUS-Schalter vorhanden, auf der unteren Platine ein Microcontroller zur Steuerung des Mehrfachschalters. Zur Vereinfachung wurden die Platinen auf die vorhandenen Durchbrüche und Befestigungsmöglichkeiten im Futaba F14- bzw. FC16-Sender angepasst. Der Anschluss im Sender erfolgt, wie bei den Kreuzknüppeln, über eine 3adrige Verbindung auf die Platinenstecker für Steuergeber. Zusätzlich gehen 3 weitere Drähte auf den Stecker MULTI OP, sie dienen der Stromversorgung und Synchronisation der MultiSwitches. Der Schaltplan und das Layout der Platine wurden mit der EAGLE-Light-Edition von CADSOFT erstellt. Empfängerseitig findet die Dekodierung der Schalterpositionen in den Steuermodulen Lageregler, Tauchtanksteuerung usw. statt. Die normalerweise erforderlichen MultiSwitch-Decoder von Robbe/Futaba konnten entfallen. Den Eingriff in den Sender muss natürlich jeder selbst verantworten!

Den Schaltplan der aktuellen Version können Sie hier herunterladen.

Schaltungsbeschreibung:

Zentraler Bestandteil der Schaltung ist der Controller PIC16C84 oder PIC16F84 von Microchip. Der Quarz, R7, C1...C5 und der Spannungsstabilisator stellen die „Arbeitsumgebung“ für den Prozessors zur Verfügung. Mit den Transistoren T1 und T2 und den Widerständen R3...R6 können unterschiedliche Spannungspegel am Steuergeber-Eingang des Senders eingestellt werden. Diese Pegel signalisieren die drei Steuerknüppelpositionen Oben, Mitte, Unten. Über den DIL-Schalter und die zusätzliche Synchronleitung kann der MultiSwitch auf Kanal 4, 5, 6 oder 7 eingestellt werden. Die zehn Schalter sind mit den Port-Leitungen des PIC verbunden. Über Steckverbinder können die beiden Platinen einfach aufeinander gesteckt werden. Soweit die sehr einfache Hardware.

Funktionsprinzip:

Jetzt müssen „nur noch“ Schalterpositionen der Reihe nach an den Sender übergeben werden. Dazu wird über die Synchronleitung die Pause zwischen den Impulspaketen festgestellt, dann wird innerhalb des Impulspakets bis zum entsprechenden Kanal weitergezählt. Ist der Kanal erreicht wird die entsprechende Schalterposition auf den Steuergeber-Eingang des Senders gelegt. Rund 20ms später wird die nächste Schalterposition aufgeschaltet. Sind alle Schalterpositionen abgearbeitet worden, erfolgt eine Synchronisationspause. Soweit zum Grundprinzip wohl aller MultiSwitches. Zur Steigerung der Übertragungssicherheit werden zusätzlich zu den acht Schalterpositionen und der Synchronpause weitere vier Werte übertragen. Über diese insgesamt 12+1 Positionen ist es möglich, die fehlerhafte Veränderung einer Schalterposition auf der Übertragungsstrecke zu kompensieren. Dieses Verfahren nennt sich Error-Correction-Control (ECC) und wird aus ähnlichen Gründen in den Speicherbänken hochwertiger Computersysteme eingesetzt. Zusätzlich erfolgt die Auslösung einer Funktion erst wenn das Muster der Schalterpositionen zweimal identisch übertragen wurde. Die entstehende Zeitverzögerung beträgt aus diesem Grund etwa 520ms. Da diese Funktionen nicht direkt zur Steuerung des Modells (Ruder, Fahrtregler) verwendet werden, ist diese Verzögerung unkritisch. PCM-Empfänger können wegen Einmischung in die „inneren Angelegenheiten“ nicht verwendet werden. Eine Veränderung der Pulsbreite von 1,0 auf 2,0 ms binnen zwei Impulspaketen wird nicht unverändert übertragen.

Das C-Programm MSWITCH.C und den HEX-Code MSWITCH.hex können Sie hier herunterladen!

Die kommerzielle Nutzung bedarf der schriftlichen Genehmigung des Autors!